Das Detmolder Gedenkbuch
Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold
Im Detmolder Gedenkbuch wird an Menschen aus allen Verfolgtengruppen erinnert, die dem nationalsozialistischen Terror zum Opfer fielen. Sie waren Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt, Nachbarn, Geschäftspartner oder auch Repräsentanten des öffentlichen Lebens, die in Detmold geboren wurden und/oder hier gelebt haben. Sie erlebten Diskriminierung, Ausgrenzung, die Zerstörung ihres sozialen Umfeldes und Bezugsrahmens, Verfolgung, Inhaftierung und Deportation. Letztlich wurde ihnen das Recht auf Leben abgesprochen. In kurzen wissenschaftlich fundierten Biogrammen, die durch Dokumente und Fotos ergänzt werden, wird nach aktuellem Stand an 226 Menschen erinnert. Ihre Namen finden sich auch auf der Detmolder Gedenktafel.
Die Aufklärung der Schicksale ist als Teil einer Erinnerungskultur zu verstehen, die sich bewusst mit jedem einzelnen Lebens- und Leidensweg auseinandersetzt. Dieses Konzept folgt der Erkenntnis, dass die dadurch erzeugte Empathie gebundene Erinnerung eine besondere Wirkung entfaltet.
Das Detmolder Gedenkbuch ist ein Projekt der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e. V. und wird auch durch das Stadtarchiv Detmold unterstützt.
Text: Gudrun Mitschke-Buchholz
Förderung
Die digitale Fassung des Detmolder Gedenkbuches wurde durch folgende Institutionen gefördert und unterstützt:
- Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V.
- Stadt Detmold
- Stadtarchiv Detmold
- Sparkasse Paderborn-Detmold
- Lippischer Heimatbund e.V.
- Ortsverein Detmold im Lippischen Heimatbund e. V.
- Lippische Landeskirche
Auch Spenden von Privatpersonen haben diese Arbeit möglich gemacht.

