Detmold Spezial

Seit vielen Jahren veranstaltet das KulturTeam der Stadt Detmold auch Konzerte und Veranstaltungen außerhalb der bekannten Veranstaltungsreihen.

Diese Veranstaltung kann, aufgrund eines veränderten Infektionsgeschehens des Coronavirus SARS-CoV-2, kurzfristig abgesagt werden.


Neuer Zirkus - Der weiße Knopf "LONGJOHN"

20. November 2021, 20:00 Uhr, Stadthalle Detmold

Eine Western-Parodie mit Comedy, Musik, Tanz, Artistik, Improvisation, Multimedia

Stellen Sie sich vor, Sie kommen abends nach einem anstrengenden Tag nach Hause und verwandeln sich beim Staubsaugen plötzlich in einen Cowboy zu Zeiten des Wilden Westens... So ergeht es Frank, der das Publikum daraufhin miterleben lässt, wie es ist, mit grimmigem Blick durch knarzende Saloontüren zu gehen, durch die Prärie zu reiten, sich zu prügeln oder mit Alison, Johnston und Slicky am Lagerfeuer zu sitzen und mit den Filmstimmen berühmter Westernhelden über das Mann-Sein zu philosophieren.

LONGJOHN thematisiert das Mann-Sein und überprüft knallhart die Eigenschaften, die wir dieser Rolle in unserer heutigen Gesellschaft zuweisen, Archetypik pur, Stereotypik vom Feinsten. Der Western, Sinnbild für das Spiel mit der Grenze zwischen Natur und Zivilisation, beschreibt eine Zeit in der der Mann noch Mann sein konnte, durfte und musste. Wie der Western spielt auch LONGJOHN auf vielen Ebenen mit und in Grenzbereichen. Etliche Filme wurden dazu gesichtet, Ausschnitte zusammengetragen und digital verfügbar gemacht. Spiel und Soundtrack lassen die Bühne zur Kinoleinwand werden.

Hinter LONGJOHN steht das Kölner Ensemble Der Weiße Knopf, ein Kollektiv von Künstlern aller Sparten. Hinter den 4. Cowboys auf der Bühne steht eine Frau, die Regisseurin Bianca Lehnard.


Neuer Zirkus - Spot the Drop "Stehfleisch und Sitzvermögen"

16. Dezember 2021, 20:00 Uhr, Stadthalle Detmold

Spot the Drop verschrauben ihre durch Jahrzehnte der unentwegten Wiederholung gewachsene obsessive Objektmanipulation mit mitreißenden Melodien und wunderbar absurden Nebensächlichkeiten. Gefangen in einer Zeitschleife, jonglieren die beiden sich durch ihren ewigen Tag voller Marotten und seltsamer Rituale. Klappstühle, Bälle, Ringe, Keulen, Gepäckstücke und anderer Klimbim werden zu Repräsentanten einer komplexen Welt ohne Ausweg für die tragikomischen Protagonisten. Das Ganze ist detailverliebt choreographiert und minutiös getaktet, und so entsteht aus zunächst geballter Langeweile ein Beckettsches Theater des Absurden, in dem die Konflikte zwar alt, aber noch lange nicht gelöst sind. Es kreist also (fast) alles um die Frage: Wo hört Gewohnheit auf und wo fängt der Wahnsinn an?

In Hotelzimmern, auf Bahnhöfen und Flughäfen hat sich eine Fülle an Material für zwei Jongleure angesammelt. Aus diesem 'Beifang' der letzten Jahre komponieren die Ausnahme Jongleure Niels Seidel und Malte Steinmetz ihr erstes abendfüllendes Stück: Stehfleisch & Sitzvermögen.


Tickets:

VVK & AK: 19,00€, ermäßigt: 15,00€
(Ermäßigung für: Schüler*innen, Studierende, Auszubildende, Inhaber*innen eines Sozialpasses, Inhaber*innen der Ehrenamtskarte Detmold, Menschen mit Behinderung ab GdB 80%)

Kartenvorverkauf:
Tourist-Information Detmold im Rathaus am Markt (+49 5231 977 328)
Lippische Landeszeitung (+49 5231 911 113)
Alle Vorverkaufstellen von ADticket (Hotline: +49 180 6050400*)
Tickets online
*0,20€/Anruf inkl. MwSt. Festnetz und max. 0,60€/Anruf inkl. MwSt. alle Mobilfunknetze


Einlass nur mit Ticket, offiziellem GGG-Nachweis (getestet, genesen, vollständig geimpft) und amtlichem Ausweisdokument.


Explosives Wachstum - Häuser bluten nicht

Ein forensisches Erlebnistheater

© Fotostudio Hesterbrink

"Explosives Wachstum - Häuser bluten nicht" ist ein forensisches Theaterstück, das die Zuschauer*innen als Darsteller*innen selber erleben können. An Hand einer "Regieanweisung" machen sich die Zuschauenden auf den Weg durch die Stadt und werden im Laufe der Geschichte vor Aufgaben gestellt, die gelöst werden müssen. Dadurch tauchen sie in die Geschichte ein und werden selbst zu Protagonist*innen. Die "Regieanweisungen" können in Form von analogen oder digitalen Medien dargebracht werden. Das Stück funktioniert ohne schauspielende Personen und ist daher im Aktionszeitraum nicht abhängig von Darsteller*innen vor Ort, Öffnungszeiten oder anderen zeitlichen Bindungen. Die Zuschauenden bestimmen selbst, wann sie das Theaterstück erleben wollen. Es ist auch möglich dies in Kleingruppen mit bis zu 4 Personen durchzuführen. Größere Gruppen empfehlen sich nicht, da der Theatereffekt dann verloren geht. Das Stück ist somit zu 100% Corona-Kompatibel.

Es soll eine Geschichte erarbeitet werden, die Teilnehmende ein neues, anderes Detmold sehen lässt. Ein Detmold der Verschwörungen und Geheimnisse. In der Stadt ereignen sich Dinge, die Menschen bedrohen. Nur die Teilnehmer*innen des Stückes haben die Möglichkeit durch ihre Mithilfe eine Katastrophe für die Stadt zu verhindern. Die Geschichte passiert im Kopf der Zuschauenden.

Die Teilnehmer*innen beginnen in der Stadt Orte auszusuchen, die im Heft angegeben werden. Dort werden sie Aufgaben lösen, die zu neuen Orten und Aufgaben führen. Dabei wird die Geschichte nicht nur auf das Heft beschränkt. Telefonnummern sollen angerufen werden, das Internet wird zur Recherche genutzt, bestimmte Webseiten müssen aufgerufen werden. Die Zuschauenden werden in eine neue Welt gezogen, die hinter der realen existiert. Die reale Welt wird hinterfragt. Eine fiktive Welt wird geschaffen und wieder in Frage gestellt. Die Beobachtenden setzen sich mit Wahrnehmung und Illusion auseinander und werden so mit ihrer eigenen Weltsicht konfrontiert. Zum Ende bleiben die Werte der Achtsamkeit, der Hilfsbereitschaft und der Wertschätzung.

Das Heft "Explosives Wachstum - Häuser bluten nicht" ist kostenfrei und wird vom KulturTeam der Stadt Detmold nach Hause versendet. Das Heft können Sie per Mail bei Miriam Gottschalk m.gottschalkdetmold.LOESCHE_DIES.de anfragen.

Die Rätsel des forensischen Theaterstücks werden empfohlen für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren.

Idee und Texte: Jens Heuwinkel, Moritz Heuwinkel
Konzept und Realisierung: Jens Heuwinkel, Theater Sauresani
Videos: Jens Heuwinkel
Videobearbeitung: Moritz Heuwinkel
Onlineprogrammierung: Axel Plöger
Sprecherin auf AB: Anette Gebauer
Sprecher Basume: Max Rohland
Fotos und Zeichnungen: Jens Heuwinkel
Gestaltung: büro-für-design.de, Martin Emrich

Dieses Projekt wurde durch das KulturTeam der Stadt Detmold gefördert.


Stadt Detmold
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