Detmold - Mitten in Europa

Mit fünf Städtepartnerschaften und einer Städtefreundschaft erfüllt Detmold seinen demokratischen Auftrag für die Friedenssicherung in Europa.

Partnerschaften werden von den Räten der betroffenen Städte beschlossen und durch das Unterzeichen einer Urkunde bestätigt. Bei einer Städtefreundschaft liegt kein Ratsbeschluss zugrunde. Zwischen den jeweiligen Bürgermeistern wird ein Freundschaftsvertrag geschlossen.

So hat die Stadt Detmold ein gut funktionierendes europäisches Netzwerk aufgebaut, das durch Schüler- und Praktikantenaustausche, Vereinsbegegnungen, Europatage/-wochen, Europakonferenzen, Bürgerfahrten, Jugendbegegnungen und Verwaltungsaustausche geprägt ist. Unterstützt wird die Stadt Detmold hier durch verschiedenste internationale Kulturgesellschaften. Gerne erteilen Ihnen die Ansprechpartnerinnen des Europa-Teams der Stadt Detmold zu allen Themen Auskünfte.

Die vielfältigen Kulturen sind eine Chance für uns: Wir tauschen Wissen und Erfahrungen aus. Durch den "Blick über den Tellerrand" werden Grenzen in den Köpfen und Herzen abgebaut und Blickwinkel verändert. Unsere Jugendlichen werden mit internationalem Terrain vertraut gemacht. Zahlreiche Möglichkeiten werden für die lokale Wirtschaft genutzt. Im Jahr 2013 wurde Detmold als "Europaaktive Kommune in Nordrhein-Westfalen" ausgezeichnet.

Impressionen vom Virga Jesse Fest in Hasselt 2017

 

Impressionen der Reise nach Zeitz zum Stadtjubiläum

1050 Jahre Zeitz-Festwochenende

 

Mit dem Rad nach Zeitz

 

AKTUELLES

Zu Gast bei Freunden

v.l.n.r.: Astrid Illers (Team Europa | Internationale Zusammenarbeit der Stadt Detmold), Antonia Katzke, Dorian Lauwerier, Henning Katzke, Gastmutter Annelie Katzke und Marcus Coesfeld (Leiter der Museumspädagogik des Archäologischen Freilichtmuseums Oerlinghausen)

Schülerpraktikant aus Saint-Omer besucht Detmold

Dorian Lauwerier lernt seit fünf Jahren Deutsch, mag die deutsche Sprache und Kultur und würde am liebsten in Bibliothek, Museum oder Rathaus arbeiten. Dank des Praktikantenaustauschprogramms, das Detmold mit seinen Partnerstädten unterhält, ist dem 17-Jährigen dies möglich geworden: Zwei Wochen verbrachte Dorian bei einer Gastfamilie in Oerlinghausen und absolvierte in dieser Zeit ein Praktikum im Archäologischen Freilichtmuseum.

An seinen Aufenthalt in Lippe erinnert sich Dorian gerne: "Das war eine meiner besten Reisen bisher. Im Freilichtmuseum habe ich viel gelernt, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich gut um mich gekümmert." Besonders danken möchte Dorian seiner Gastfamilie: "Sie spielten mit mir Brettspiele, sahen Filme mit mir an und waren generell sehr gastfreundlich." Obwohl weit weg von zu Hause, konnte Dorian sich schnell integrieren: "Sprachliche Probleme ergaben sich nicht, da wir uns mit einem interessanten Mix aus Deutsch, Englisch, Französisch und Körpersprache gut verständigen konnten", erinnert sich die Gastfamilie, die Dorian herzlich aufnahm und ihm sein Gastland, etwa durch Ausflüge zur Adlerwarte oder dem Hermannsdenkmal, näher brachte.

Landesgrenzen spielen im Praktikum keine Rolle, weiß auch Marcus Coesfeld, Leiter der Museumspädagogik des Archäologischen Freilichtmuseums: "Nach anfänglicher Schüchternheit ist Dorian schnell aus sich heraus gekommen und redet mittlerweile fast wie ein Wasserfall auf Deutsch." In seinem Praktikum half Dorian unter anderem beim Bau einer museumspädagogischen Anlage, bereitete den Gladiatorentag im vergangenen August mit vor und betreute zusammen mit Marcus Coesfeld den Stand des Museums beim Sparrenburgfest in Bielefeld. "Dorian war wirklich eine Bereicherung für uns", resümiert Marcus Coesfeld. Dorians Gastfamilie kann ihm nur zustimmen: "Es ist toll, auf so einem persönlichen und unkomplizierten Weg Menschen aus anderen Ländern Europas kennenzulernen." Für Dorian selbst steht fest: "Ich konnte mein Deutsch sehr verbessern und wurde gut aufgenommen. Für mich war das Praktikum in Lippe ein sehr positiver Aufenthalt."

Detmolder Delegation leistete Geflüchtetenhilfe in Griechenland

v.l.n.r.: Martina Gurcke (Team Europa Stadt Detmold), Charlotte Thomale-Friesenhahn, Simon Gau, Sebastian Illigens, Bürgermeister Rainer Heller, Elke Neuhaus, Nadine Al-Bayaa und Alina Saak. Bei einem Gespräch mit Bürgermeister Rainer Heller präsentierten einige Mitglieder der Detmolder Delegation ihre Erfahrungen und Erlebnisse.

Jugendliche berichteten über ihre Erfahrungen

Essenspakete packen, an der Warenausgabe arbeiten und Kontakt mit der Geflüchtetenhilfe vor Ort aufnehmen - so der grobe Tagesablauf von elf jungen Detmolderinnen und Detmoldern, die sich in Detmolds Partnerstadt Oraiokastro ein Bild von der dortigen Situation machten. Im Rahmen des Begegnungsprojekts "Flucht - Ankunft - Zukunft" führten sie Interviews, gewannen Eindrücke von der Situation und leisteten Hilfe. In einem Gespräch mit Bürgermeister Rainer Heller und interessierten Detmolderinnen und Detmoldern berichteten vier junge Menschen der Delegation und ihre Begleiterin Elke Neuhaus von ihren Erlebnissen.

Seit dem Arabischen Frühling haben zahlreiche Menschen aus dem Nahen Osten die lange und gefährliche Reise nach Europa auf sich genommen und erreichen europäischen Boden in Griechenland, zum Beispiel in Detmolds Partnerstadt Oraiokastro. Die Situation der Menschen dort ist schwierig. Griechenland übernimmt einen Großteil der Arbeit mit Geflüchteten für ganz Europa. Hilfe wird dabei von diversen Organisationen geleistet. Dennoch ist es wichtig, die griechische Bevölkerung und auch die Geflüchteten nicht alleine zu lassen. Ziel der Reise war es daher, sich nicht nur ein Bild der Situation vor Ort zu verschaffen, sondern auch Kontakte zu knüpfen und den Menschen in Oraiokastro zu vermitteln, dass sie von Europa nicht vergessen wurden. "Die Arbeit mit Geflüchteten hört noch lange nicht auf. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns mit Griechenland austauschen und nachhaltige Verbindungen dorthin schaffen", betonte Bürgermeister Rainer Heller.

Die Detmolder Delegation konnte viele Eindrücke sammeln: Sie besuchten die unterschiedlichen Akteure in Oraiokastro, bekamen einen Einblick in deren Arbeit und Projekte. "Wir wissen jetzt zum Beispiel, dass von Deutschland aus Geldspenden besser als Sachspenden sind. Die Organisationen kaufen dann von dem Geld direkt vor Ort in Griechenland Nahrungsmittel und Kleidung ein und kurbeln so gleichzeitig die lokale Wirtschaft an", erklärt Elke Neuhaus. Die Detmolderinnen und Detmolder brachten aber nicht nur Eindrücke und Kontakte mit, sondern auch Ideen, wie man die Arbeit mit Geflüchteten in Detmold bereichern könnte, zum Beispiel durch eine Ausstellung mit Kunst von Geflüchteten im Rathaus.

Gefördert wurde das Projekt im Rahmen des Wettbewerbs "Europa bei uns zuhause" des Ministers für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Medien. Weitere Informationen zum Projekt finden sich hier: Link zum Projekt-Blog

"Europa bei uns Zuhause" - Begegnungsprojekt in Oraiokastro, Griechenland

Jugendliche aus Detmold engagierten sich beim Begegnungsprojekt "Flucht - Ankunft - Zukunft" im Geflüchtetenlager in Griechenland.

Flüchtlingswellen, Festung Europa - starke Bilder beherrschen das öffentliche Bild der Situation von Geflüchteten in Griechenland. Vor Ort dagegen gewinnt man ganz neue Eindrücke. Diese Erfahrung konnte eine Gruppe aus Detmold machen, die im Rahmen des Projekts der Stadt "Europa bei uns Zuhause" in die Partnerstadt Oraiokastro reiste.

Seit dem Arabischen Frühling haben zahlreiche Menschen aus dem Nahen Osten die lange und gefährliche Reise nach Europa auf sich genommen und erreichen europäischen Boden in Griechenland, etwa in der Detmolder Partnerstadt Oraiokastro. Die Menschen vor Ort haben einen großen Teil der Arbeit mit Geflüchteten für ganz Europa unternommen. In der Region um Oraisokastro sind mehrere tausend Geflüchtete untergebracht. Die Situation der Menschen ist schwierig: Manche haben mit rechtlichen Problemen und schleppenden Verfahren zu kämpfen, andere mit Obdachlosigkeit. Hilfe wird von diversen Organisationen geleistet, mit denen die Delegation aus Detmold sich traf, um Interview zu führen, Eindrücke zu gewinnen und Hilfe zu leisten.

Daher reise im Rahmen des Begegnungsprojekts "Flucht - Ankunft - Zukunft" am 27. Mai 2017 eine elfköpfige Delegation aus Detmold nach Griechenland. Das Ziel der Reise war, die jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Delegation mit der Geflüchtetenarbeit vor Ort in Kontakt zu bringen, Erfahrungen zu sammeln und diese nach Deutschland zurückzutragen, sowie konkrete Hilfe zu leisten. Die Detmolder Gruppe sprach mit einer Vielzahl von Freiwilligen, sowohl aus Griechenland als auch aus anderen europäischen Ländern. Manche geben sich pessimistisch, was die Lage in Griechenland angeht, andere äußern Hoffnung für eine Lösung der Krise. In jedem Fall bleibt noch einiges zu tun. Eine Nachbesprechung für Interessierte findet am 11.07.2017 um 17.30 h im Rathaus statt.

Die Organisation und Vorbereitung der Reise wurde von der Stadt Detmold, Abteilung Europa|Internationale Zusammenarbeit, mit Unterstützung des Deutsch-Griechischen Freundeskreises Detmold, der Lippischen Landeskirche sowie der Flüchtlingshilfe Detmold übernommen. Diese und weitere Organisationen werden auch in die Nachbereitung der Fahrt einbezogen, um das gesammelte Wissen in Deutschland großflächig und produktiv anzuwenden.

Weitere Informationen zur Arbeit der Gruppe und den Initiativen finden sich hier: europabeiunszuhause.wordpress.com.

Praktika im Europäischen Parlament

Neben den 751 Abgeordneten des Europäischen Parlaments, die Büros in Brüssel und Straßburg unterhalten, sucht auch das Europäische Parlament selbst regelmäßig Praktikanten. Hochschulabsolventen können sich für das "Robert-Schuman-Stipendium" bewerben. Darüber hinaus werden Ausbildungspraktika in Arbeitsbereichen wie Journalismus und Übersetzung angeboten. Die Praktikumsdauer variiert zwischen drei und fünf Monaten und alle Praktika sind bezahlt. Nähere Informationen zu den Praktika finden Sie hier.

Das Online-Formular für die Bewerbung finden Sie hier.

Unsere Städtepartner:

Hasselt (B)

Angestoßen durch Auftritte des Lippischen Landestheaters im belgischen Hasselt, wurde am 06. Mai 1976 eine Städtepartnerschaft mit Detmold geschlossen. In Limburg gelegen, kann die Stadt nicht nur ca. 76.000 EinwohnerInnen aufweisen, sondern auch zahlreiche Denkmäler, Kirchen, Museen sowie einen internationalen Ruf als exzellente Einkaufsstadt mit einem exklusiven Modeangebot. Viel gefeiert wird dort ebenfalls, vom Karneval über das Rockfestival Pukkelpop bis zum Virga-Jesse-Fest.

 

 

Saint-Omer (F)

Die älteste Städtepartnerschaft Detmolds (seit dem 29. Juni 1969) besteht mit Saint-Omer nahe der französischen Nordseeküste. Mit etwa 14.000 EinwohnerInnen gehört Saint-Omer zu den kleineren Städten, lockt jedoch mit der Kathedrale Notre-Dame de Saint-Omer und weiteren Sehenswürdigkeiten, sowie der idyllischen Lage mitsamt Moorlandschaft und regionalem Naturpark.

 

 

Savonlinna (FI)

Mit dem finnischen Savonlinna ist Detmold seit dem 11. Juni 2004 in einer Städtepartnerschaft verbunden. Die 35.000 EinwohnerInnen zählende Stadt liegt inmitten des Saimaa-Seengebietes, weshalb die Stadtfläche zu über einem Drittel mit Wasser bedeckt ist. Bekannt ist Savonlinna für seine Internationalen Opernfestspiele, die jeden Sommer auf der Burg Olavinlinna, der größten Sehenswürdigkeit der Stadt, abgehalten werden.

 

 

Zeitz (D)

Anlässlich der Öffnung der innerdeutschen Grenze hat Detmold am 18. August 1990 eine Partnerschaft mit dem ostdeutschen Zeitz geschlossen. Die 29.000 EinwohnerInnen leben im Süden Sachsen-Anhalts und blicken auf eine lange Geschichte ihrer Stadt zurück, an die heute viele historische Gebäude erinnern – ganz besonders das ausgedehnte System unterirdischer mittelalterliche Gänge, welches Zeitz untertunnelt und seit 1991 für die Öffentlichkeit zugängig ist.

 

 

Oraiokastro (GR)

Bereits 2006 wurde eine Freundschaft zwischen Detmold und dem griechischen Kallithea geschlossen, das seit 2011 Teil der Stadt Oreaiokastro ist. Am 15. Juni 2013 wurde daraus eine Städtepartnerschaft. Seither gab es eine Vielzahl von Jugendbegegnungen und kulturellen Projekten, die beide Städte verbinden.

Städtefreundschaft

Verona (I)

Mit dem norditalienischen Verona besteht seit dem 20. Mai 2006 eine Städtefreundschaft. 260.000 Einwohner leben in der Stadt mit ihrer reichen antiken und mittelalterlichen Architektur. So ist die berühmte Arena di Verona unbedingt einen Besuch wert.

Internationale Praktika

Dieses Portal wird von der Stadt Detmold angeboten, um SchülerInnen ein Praktikum in einer unserer Partnerstädte zu ermöglichen und auch internationalen SchülerInnen ein Praktikum in Detmold anbieten zu können. Ziel ist es, SchülerInnen, Gastfamilien und Unternehmen möglichst unproblematisch zusammenzubringen – sowohl im Ausland als auch hier bei uns in Detmold.
Wir richten uns damit an drei Gruppen vor Ort, die für dieses Projekt europäischen Austausches zentrale Bedeutung haben.

SchülerInnen

Euch soll es über unsere Kontakte zu den europäischen Partnerstädten ermöglicht werden, möglichst unkompliziert Erfahrungen im Ausland zu sammeln und Erfahrungen mit den verschiedenen europäischen Kulturen ganz direkt unter den Menschen zu machen. Dafür könnt Ihr in Unternehmen in unseren Partnerstädten ein Praktikum machen und werdet in dortigen Gastfamilien untergebracht.

Gastfamilien

Damit PraktikantInnen, die aus dem Ausland zu uns kommen, nicht nur hier arbeiten können, sondern auch gut untergebracht sind, ist es unser Ziel, einen Pool von Menschen anzulegen, die gerne einen jungen Menschen bei sich aufnehmen möchten. Sie sollten bereit sein, für die Zeit des Aufenthalts Ihren Gast an Ihrem Leben teilhaben zulassen, genau wie dieser Sie zu einem vorübergehenden Teil seines Lebens macht.

Unternehmen

Um SchülerInnen aus unseren Partnerstädten überhaupt ein Praktikum in Detmold anbieten zu können, braucht es Unternehmen, die bereit sind, diesen Menschen auch als PraktikantIn bei sich zu beschäftigen. Dafür möchte die Stadt Detmold eine Datenbank anlegen, in der wir interessierte Unternehmen eintragen und auf die wir zugehen können, wenn sich InteressentInnen bei uns melden.