Bäume des Jahres - Baumlehrpfad in Hohenloh

Baum des Jahres 2020 - die Robinie

Robinie - Baum Des Jahres 2020
Foto: A.Roloff

Der Baum des Jahres 2020 - die Robinie - stammt ursprünglich aus Nordamerika. Seit ca. 1630 wurden Robinien nach Europa - und letztlich in die ganze Welt gebracht, so dass Robinien heute eine der meistgepflanzten Baumarten weltweit ist.

Der wissenschaftliche Name lautet R. Pseudoacazia, also "Scheinakazie". Diesen Namen verdankt sie der Ähnlichkeit mit nordafrikanischen Akazien (Fiederblätter, Dornen, Hülsenfrüchte, z. T. auch ähnliche Gestalt). Robinien und Akazien gehören aber zu verschiedenen Pflanzenfamilien.

Robinien sind häufig in Parks zu finden, oft als recht stattliche Exemplare (bis zu 25 m hoch), außerdem findet man sie als Straßenbegleitbaum (in Detmold z.B. in der Paulinenstraße), und als Alleebaum. Robinien sind salz- und immissionstolerant und kommen mit dem städtischen Klima (heiß und trocken) und den oft schwierigen Bodenverhältnissen im Straßenraum gut zurecht. Die Robinie wächst auch gut auf kargen oder ausgelaugten Böden, weil sie - wie die einjährigen Hülsenfrüchte auch - Stickstoff aus der Luft binden kann. In Amerika ist sie das Pioniergehölz nach Waldbränden und brauch zum Wachsen viel Licht. Sie wächst in jungen Jahren schnell und hat extrem hartes, elastisches und witterungsbeständiges Holz, das gerne für Terrassendielen und Terrassenmöbel sowie für Kinderspielgeräte verwendet wird.

Ihre Blüten sind eine gern genutzte Bienenweide; Ende Mai bis Anfang Juni zeigen sich die stark duftenden hängenden Blütentrauben. Der Honig wird - etwas irreführend - als Akazienhonig verkauft, er ist sehr hell und mild und bleibt meist flüssig.

Die Robinie ist seit 1989 der zweiunddreißigste Jahresbaum. Weitere ausführliche Informationen finden Sie unter www.baum-des-jahres.de

Die "Bäume des Jahres" ab 1989 sind in Detmold auf dem Baumlehrpfad in Hohenloh zu sehen.

Weitere Informationen zum Baumlehrpfad gibt es hier: Baumlehrpfad - Bäume des Jahres

Baum des Jahres 2019 - die Flatterulme

Flatterulme - Baum des Jahres 2019
(Foto: A. Rohloff)

Die Flatterulme ist neben Feld- und Berg-Ulme die dritte Ulmenart, die in Deutschland heimisch ist. Sie hat die typischen asymmetrischen Blätter der Ulmen, ist aber weitgehend immun gegen den Pilz, der das Ulmensterben der beiden anderen Ulmenarten verursacht. 

Die Flatterulme wächst gern auf feuchteren Böden und verträgt auch längere Überflutungen z.B. in Auwäldern. Das Hauptverbreitungsgebiet ist das kontinentale Osteuropa, sie kommt in Deutschland v.a. in den östlichen Bundesländern vor. Einzelne Exemplare wachsen aber auch in NRW.

Ulmenholz war früher ein beliebtes Möbel-Furnierholz (Rüster).

Der Name Flatterulme rührt von den im Gegensatz zu den anderen Ulmenarten langstieligen Blüten und v.a. Früchten / Samen her, die im Wind charakteristisch flattern.

Streit an der Gartengrenze

Nachbars Äpfel ...

Das Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen hat eine Broschüre zum Thema Rechtsprobleme an der Gartengrenze herausgeben, in der Fragen zu Pflanzabständen, Bodenerhöhungen, Laubüberhang, Laub etc. erörtert werden. Sie können diese Broschüre hier ansehen oder herunterladen:

Rechtsprobleme an der Gartengrenze

Aufhebung der Baumschutzsatzung

Der Rat der Stadt Detmold hat in seiner Sitzung am 18. Feb. 2016 die Aufhebung der "Satzung zum Schutz des Baumbestandes in der Stadt Detmold vom 17.09.2001" beschlossen.

Die Aufhebungssatzung zur Baumschutzsatzung ist am 23.02.2016 in einem Sonderdruck des Kreisblattes veröffentlicht worden. Sie tritt am 24.02.2016 in Kraft (§2 "Diese Satzung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung in Kraft") Die Baumschutzsatzung ist daher ab dem 24.02.2016 außer Kraft.