Der 9. November 1938 - Die Reichspogromnacht

Überall in Deutschland brannten in dieser Nacht die Synagogen, überall wurden jüdische Geschäfte und Wohnungen zerstört und ausgeplündert. Abertausende jüdischer Deutscher wurden misshandelt, in Konzentrationslager verschleppt und ermordet. Auch in Detmold!

Seit 1988 ist es gute Tradition mit einer Feier am Gedenkstein in der Lortzingstzraße und am Platz der Alten Synagoge an die Detmolder NS-Opfer zu erinnern. Gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe, dem Deutschen Gewerkschaftsbund im Kreis Paderborn-Höxter-Lippe, der Katholischen und Evangelischen Jugend und der Stadt Detmold werden die Gedenkfeiern vorbereitet und organisiert.

 

 

AKTUELLES

Gedenkveranstaltungen zum 9. November 2017

Mit Gedenkfeierlichkeiten erinnert die Stadt Detmold am Donnerstag, den 9. November, an die Reichspogromnacht von 1938. Auch in Detmold brannten in dieser Nacht vor 78 Jahren jüdische Geschäfte, jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger wurden misshandelt, ihre Existenzen zerstört und die Neue Synagoge dem Erdboden gleichgemacht. In der Lortzingstraße, an dem Gedenkstein am Platz der Neuen Synagoge, wird in Erinnerung daran um 17 Uhr von der evangelischen und katholischen Jugend ein Kranz niedergelegt. Die Gedenkfeier an der Alten Synagoge beginnt um 18 Uhr. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Rainer Heller werden in diesem Jahr Schülerinnen und Schüler der Israel-AG am Grabbe-Gymnasium die Gedenkveranstaltung mit Wortbeiträgen gestalten.

"Irgendwo auf der Welt - Jüdische Komponisten der 1920er und 1930er Jahre"
Karten sind vergriffen!

Im Anschluss an die Gedenkfeier findet um 19 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses am Markt ein Konzert unter dem Titel "Irgendwo auf der Welt - Jüdische Komponisten der 1920er und 1930er Jahre" statt. Die Sängerin Monika Rey präsentiert Lieder jüdischer Komponisten aus den 1920er und 1930er Jahren und wird dabei am Klavier begleitet von Eva Schüttler. Veranstaltet wird der musikalische Abend von der Stadt Detmold in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Lippe e.V.

Die kostenlosen Eintrittskarten sind zwischenzeitlich restlos vergriffen!

 

Donnerstag • 09.11.2017 • um 19:00 Uhr

Detmold, Marktplatz 5, Rathaus am Markt, großer Sitzungssaal

Einlass nur mit Eintrittskarte!

Ansprechpartnerin für Rückfragen ist Petra Schröder-Heidrich unter der Telefonnummer 052131/977-646

Lesung "Das Massaker von Sant‘Anna di Stazzema"

Lesung am 8. November um 19 Uhr mit Maren Westermann

Erinnerungen von Enio Mancini - Zeitzeuge
Leiter des Widerstandsmuseums in Sant'Anna bis 2006
12. August 1944 - Der Tag des Massakers im toskanischen Sant'Anna di Stazzema.

In deutscher Sprache sind die Erinnerungen von Enio Mancini erschienen, in denen er das Leben in dem kleinen Dorf während des Krieges, die Aufnahme der vielen Flüchtlingsfamilien und schließlich die Ereignisse des 12. August 1944 beschreibt. Mancini überlebte als Sechsjähriger mit seiner Familie das Massaker, weil ein deutscher Soldat in die Luft geschossen hatte. Mancini war einer der Ersten, die sich ausdrücklich für Versöhnung einsetzten.

Mittwoch, 8. November 2017, 19 Uhr

Eintritt frei

Volkshochschule Detmold-Lemgo

Krumme Straße 20, Detmold

Veranstalter: Deutsch-Italienische Gesellschaft Lippe-Detmold e.V.

Information / Koordination der Gedenkfeier


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Petra Schröder-Heidrich

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