Der 9. November 1938 - Die Reichspogromnacht

Überall in Deutschland brannten in dieser Nacht die Synagogen, überall wurden jüdische Geschäfte und Wohnungen zerstört und ausgeplündert. Abertausende jüdischer Deutscher wurden misshandelt, in Konzentrationslager verschleppt und ermordet. Auch in Detmold!

Seit 1988 ist es gute Tradition mit einer Feier am Gedenkstein in der Lortzingstzraße und am Platz der Alten Synagoge an die Detmolder NS-Opfer zu erinnern. Gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe, dem Deutschen Gewerkschaftsbund im Kreis Paderborn-Höxter-Lippe, der Katholischen und Evangelischen Jugend und der Stadt Detmold werden die Gedenkfeiern vorbereitet und organisiert.

 

 

AKTUELLES

Gedenkveranstaltungen zum 9. November 2018

Mit Gedenkfeierlichkeiten erinnert die Stadt Detmold am Freitag, 9. November, an die Reichspogromnacht von 1938, die sich in diesem Jahr zum 80sten Mal jährt. Auch in Detmold brannten in dieser Nacht jüdische Geschäfte, jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger wurden misshandelt, ihre Existenzen zerstört und die Neue Synagoge dem Erdboden gleichgemacht. In der Lortzingstraße, an dem Gedenkstein am Platz der Neuen Synagoge, wird in Erinnerung daran um 17 Uhr von der evangelischen und katholischen Jugend ein Kranz niedergelegt. Die Gedenkfeier an der Alten Synagoge beginnt um 18 Uhr. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Rainer Heller werden in diesem Jahr Schülerinnen und Schüler des Grabbe-Gymnasiums die Gedenkveranstaltung mit Wortbeiträgen gestalten. Im Mittelpunkt stehen hier die Erfahrungsberichte der Reise nach Warschau zu den Gedenkfeierlichkeiten zum Aufstand im Warschauer Ghetto im April.

ABGESAGT - Orgelkonzert in der Martin-Luther-Kirche

Das Orgelkonzert mit Oana Maria Bran, das heute um 19:00 Uhr in der Martin-Luther-Kirche in Detmold stattfinden sollte, muss aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig abgesagt werden. Das Konzert wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Der Termin wird noch bekannt gegeben. Die Veranstalter bitten um Verständnis für die kurzfristige Absage.

Link zum Gesamtprogramm zum 9. November

Vortrag „Felix Fechenbach und der lange Schatten der Revolution 1918“

Felix Fechenbach war als junger Mann einer der engsten Vertrauten Kurt Eisners, des ersten Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern, uns selbst ein wichtiger Protagonist des Münchener Revolutionsgeschehens. In Lippe wird an Fechenbach vor allem daran erinnert, dass der sich als kritischer Publizist gegen die NS-Herrschaft gestellt hat. Weniger im öffentlichen Bewusstsein ist dagegen, dass die Wurzeln des mörderischen Hasses der Nationalsozialisten gegen Fechenbach in seinem Wirken in der Novemberrevolution in Bayern liegen.

Mittwoch, 14. November 2018

19:30 Uhr Vortrag mit Dr. Bärbel Sunderbrink (Stadtarchivarin Detmold)
"Felix Fechenbach und der lange Schatten der Revolution 1918"

Großer Sitzungssaal, Rathaus am Markt

Eintritt frei!

Link zum Gesamtprogramm zum 9.November

Esther Bejarano meets Microphone Mafia - Lesung und Konzert

Esther Bejarano wurde 1924 in Saarlouis geboren. Als Jüdin war sie im Nationalsozialismus antisemitischer Verfolgung ausgesetzt, wurde nach Auschwitz deportiert und überlebte mit viel Glück das Vernichtungslager und die Todesmärsche. Mit Anita Lasker-Wallfisch und anderen spielte sie im Mädchenorchester von Auschwitz. Mit ihrem Sohn Joram Bejarano und Microphone Mafia rapt die Zeitzeugin auf der Bühne und liest aus ihrem Buch "Erinnerung".

Freitag, 23. November 2018

19:00 Uhr - Einlass: 18:00 Uhr

Esther Bejarano meets Microphone Mafia
Lesung und Konzert der KZ-Überlebenden

Geschwister-Scholl Gesamtschule, Sprottauer Strasse, Detmold
Eintritt ist frei - Spenden sind erwünscht!

Veranstalter Deutsch-Italienische Gesellschaft Lippe-Detmold e.V. in Kooperation mit der Stadt Detmold

Link zum Gesamtprogramm zum 9. November

 

 

 

„Grenzen des Vergessens“

27.11.2018 - 08.02.2019
Ausstellung im Detmolder Rathaus

"Grenzen des Vergessens"
Fotografien aus Detmold von Bernd Lange

Vor 75 Jahren wurde der Warschauer Ghettoaufstand niedergeschlagen. Jürgen Stroop, ein Detmolder, war als SS-General verantwortlich für die Zerstörung des Ghettos, die grausame Ermordung von über 60.000 Menschen und für die Deportation der Überlebenden in die Vernichtungslager. Auch 32 jüdische Menschen aus Detmold waren in das Warschauer Ghetto deportiert worden. Sie überlebten den Holocaust nicht.

Orte, an denen die Opfer, aber auch der Täter lebten und wirkten, lassen sich heute noch in Detmold finden. Bernd Lange (Detmold) dokumentiert mit seinen Fotografien diese historischen Orte in ihrem Zustand im Jahr 2018 und verbindet sie mit Orten des öffentlichen Gedenkens.

Ausstellungseröffnung am 27. November im 17 Uhr im Rathaus am Markt

Link zum Gesamtprogramm zum 9. November

Information / Koordination der Gedenkfeier


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Petra Schröder-Heidrich

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