Verwaltung 2.030

Im Projekt Verwaltung 2.030 steht die Entwicklung und Erprobung innovativer Verwaltungsstrukturen zur integrierten Umsetzung der Agenda 2030 und Stärkung der Daseinsvorsorge auf kommunaler Ebene im Fokus. Das Projekt wird mit der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. (LAG 21) und dem Deutschen Institut für Urbanistik (difu) durchgeführt. "Verwaltung 2.030" ist Teil der Projektfamilie "Kommunen innovativ" und wird damit über das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Die Kommunen stehen nicht erst seit der Corona-Pandemie vor verschiedenen globalen, gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen (wie dem Klimawandel, der Digitalisierung, der demographischen Entwicklung und sozialen Ungleichheiten). Zudem nehmen die Komplexität und die Geschwindigkeit der Entwicklungsprozesse zu und erfordern oft schnelle Entscheidungen. Dafür bedarf es neuer, innovativ-agiler Strukturen in der Verwaltung und Lösungen, die im Projekt entwickelt werden sollen. Augenmerk wird dabei insbesondere auf die Umsetzung der Agenda 2030 und die Detmolder Nachhaltigkeitsstrategie gelegt.

Im Rahmen des Projekts sollen entsprechende Strukturen am Beispiel der Stadtverwaltung Detmold entwickelt und ihre Funktionsfähigkeit erprobt werden. Positive Ergebnisse sollen im Alltag übernommen werden und der integrierten Umsetzung der Detmolder Nachhaltigkeitsstrategie dienen, die sich an der Agenda 2030, der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS) und der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen (NHS NRW) orientiert. Auch anderen Kommunen sollen die gewonnenen Erkenntnisse als Beispiel dienen.

Als Methode des Projektes wird das sogenannte „Reallabor“ genutzt. Dies ist ein „wissenschaftlich konstruierter Raum“, in dem die Veränderungsprozesse bzw. neue Strukturen in der Praxis ausprobiert werden. Dafür werden zwei Themenfelder ausgewählt werden, an Hand derer die Erprobung stattfindet. Eingebunden werden in dieser Phase neben der Verwaltung auch die Kommunalpolitik und die Bürger*innenschaft. Wissenschaftlich fundiert und fachlich begleitet werden alle Schritte des Projektes durch difu und LAG21. Letztere haben schon bei der Erstellung der Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Detmold im Rahmen des Projektes „Global Nachhaltige Kommune NRW“ einen wesentlichen Beitrag geleistet und zum Gelingen des Projektes beigetragen.

Im Anschluss werden die gewonnenen Erkenntnisse reflektiert und für einen interkommunalen Wissenstransfer aufbereitet, so dass die daraus resultierenden Empfehlungen, die zukunftsfähig und resiliente Entscheidungen ermöglichen sollen, bundesweit angewandt werden können.

Auftaktveranstaltung zum Projekt „Verwaltung 2.030“

Foto: LAG21
Foto: LAG21

Gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW (LAG21), dem Deutschen Institut für Urbanistik (difu) und dem KMPG – Institut für den öffentlichen Sektor entwickelt die Stadt Detmold in dem neuen Projekt „Verwaltung 2.030“ innovative Verwaltungsstrukturen zur integrierten Umsetzung der Agenda 2030. Am 24.09.2021 fand die Auftaktveranstaltung zu diesem Projekt in der Detmolder Stadthalle statt.„Mut“ wurde Bürgermeister Frank Hilker und der Stadtverwaltung seitens Dr. Klaus Reuter von der LAG21 bei der Auftaktveranstaltung des Projekts „Verwaltung 2.030“ attestiert. Denn Veränderungen im Verwaltungsapparat sind oft schwerfällig und mit vielen Hindernissen verbunden. Warum wagt sich die Stadt Detmold trotzdem daran? Ziel des Projektes „Verwaltung 2.030“ ist es, die Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Detmold in das alltägliche Verwaltungshandeln wie selbstverständlich zu integrieren und so zu einer zukunftsfähigen Verwaltung zu werden. Dazu gab es  in der Auftaktveranstaltung fachliche Impulse und internationale Best-Practice-Beispiele für nachhaltige Verwaltungsmodernisierung. Neben einem spannenden Impulsvortrag von Frank Landman (ehem. Direktor der Gemeinde Rheden in den Niederlanden) und einem Vortrag zu agiler Verwaltung von R. Echterhoff, gab es eine Podiumsdiskussion. Hier diskutierten Dr. Miriam Mikus (Kämmerin und I. Beigeordnete der Stadt Detmold), Dr. Klaus Reuter (Geschäftsführer der LAG 21 NRW) sowie Prof. Dr. Carsten Kühl (Geschäftsführer des Deutschen Institutes für Urbanistik (DIFU)) mit weiteren Fachexpert*innen, welche Chancen und Herausforderungen die Verwaltungsmodernisierung entlang der Agenda 2030 eröffnet. Raum für Fachaustausch und Vernetzung wurde in der Workshop-Phase am Nachmittag geboten. So fanden Workshops zu den Themen „Finanzen“, „Verwaltung“ und Entscheidung“ statt. Informationen rund um das Projekt finden Interessierte auch unter  www.lag21.de.