Gewitterzelle setzt Teile Detmolds unter Wasser

Eine Gewitterzelle über Detmolds Nordosten hat sich heute Mittag mit gewaltiger Wucht entladen und mit etwa 100 Litern Niederschlag pro Quadratmeter Teile der Innenstadt, aber auch Straßen in einigen Ortsteilen unter Wasser gesetzt.

Betroffen sind vor allem der Ortsteil Klüt und Teile Brokhausens. Dort gab es überflutete Straßen und vollgelaufene Keller. In der Innenstadt konnten Fahrzeuge unter anderem am Hasselter Platz und an der Paulinenstraße die überfluteten Straßen zeitweise nicht passieren.

Bis zum Nachmittag wurde die Feuerwehr zu 150 Einsätzen gerufen. Die Detmolder Feuerwehr ist aktuell mit allen Kräften im Einsatz, zudem unterstützen Feuerwehren aus dem Kreisgebiet die Einsatzkräfte dabei, Keller leer zu pumpen und bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Das Technische Hilfswerk unterstützt mit Personal und der Bereitstellung von Sandsäcken. Verletzte gab es nach bisherigem Kenntnisstand nicht.

Bürgermeister Frank Hilker machte sich direkt nach dem Unwetter ein Bild von der Lage vor Ort in der Innenstadt und in Klüt: "Wir sind sehr erschüttert, dass es Detmold und insbesondere unseren Ortsteil Klüt erneut mit dieser immensen Regenmenge getroffen hat", so Hilker, "wir haben sofort reagiert und alle Kräfte in Bewegung gesetzt, damit wir den Betroffenen schnell helfen können."

Der Damm-Mulden-System, das die Stadt Detmold nach dem Starkregenereignis im Mai 2023 für den Hochwasserschutz errichtet hatte, hielt den abgeregneten Wassermengen Stand und hat noch Schlimmeres verhindert.

An der Aachener Straße 2 in Klüt hat die Stadt Detmold noch am Nachmittag einen Infopoint eingerichtet, an dem betroffene Bürgerinnen und Bürger Hilfe und Informationen bekommen. Auch die Notfallseelsorge und Mitarbeitende des Allgemeinen Sozialen Dienstes der Stadt Detmold sind in Klüt im Einsatz, um die Betroffenen zu unterstützen, Für diejenigen, die ihre Häuser vorerst nicht bewohnen können, hält die Stadt Detmold bis zu 30 Schlafplätze in städtischen Unterkünften bereit. Morgen früh stellt der städtische Bauhof Container für die Entsorgung bereit.