„Leuchttürme“ sind im Ernstfall erste Anlaufstellen

Stadt Detmold baut personelle Kapazitäten für Krisenfälle auf und bereitet Anlaufstellen vor.

Niemand wünscht sich, dass der Fall eintritt - und doch müssen wir darauf vorbereitet sein. Sollte sich in Detmold plötzlich ein Blackout ereignen und damit kein Strom zur Verfügung stehen, hat der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) bei der Stadt Detmold vorgesorgt und sogenannte "Leuchttürme" eingerichtet, die Bürgerinnen und Bürgern als erste Anlaufstellen im Notfall zur Verfügung stehen. In der Innenstadt und in den Ortsteilen stehen insgesamt acht dieser "Leuchttürme" bereit. Wo sich diese genau befinden und was sie im Ernstfall bieten, darüber hat die Stadt im Feuerwehrgerätehaus in Pivitsheide informiert. Passend dazu wurde auch Jörn-Henner Koch vorgestellt, der für die Stadt Detmold ab Frühjahr in der Funktion des Koordinators für den SAE im Dienst steht. Damit ist die Stadt Detmold die erste Kommune im Kreis Lippe, die eine hauptamtliche Koordination für die Krisenarbeit in ihren Reihen hat.

Jörg-Henner Koch war zuletzt für den Bevölkerungsschutz beim Kreis Lippe tätig und ist damit ein erfahrener Mann in diesem Bereich. "Ich freue mich sehr darüber, dass es uns trotz des Fachkräftemangels gelungen ist, eine vollwertige Stelle mit einem echten Fachmann zu besetzen", so Frank Hilker. Hauptaufgabe für den neuen SAE-Koordinator wird es sein, Krisenkonzepte zu entwickeln, Netzwerke im gesamten Kreisgebiet zu knüpfen, Vorbereitungen für den Ernstfall zu treffen und Übungen zu planen.

Zum Thema "Leuchttürme" hat die Stadt Detmold jetzt alle wichtigen Informationen zum Thema in einem neuen Flyer zusammengestellt. Ein "Leuchtturm" wird dann errichtet, wenn ein länger andauerndes, flächendeckendes Schadenereignis eintritt - wie zum Beispiel ein Stromausfall über mehrere Stunden hinweg. Im "Leuchtturm" wird es hilfesuchenden Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, Notrufe für Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr abzusetzen, um Hilfe anzufordern. Außerdem werden Mitarbeitende der Stadt in jedem "Leuchtturm" vertreten sein, um Hilfe zu leisten und Fragen zu beantworten. Alle Leuchttürme sind mit Notstromaggregaten ausgestattet und ermöglichen einen netzunabhängigen Betrieb.

Hier befinden sich die Leuchttürme:

Feuer und Rettungswache Mitte, Am Gelskamp 2

Gerätehaus Pivitsheide, Oerlinghauser Straße 94

Gerätehaus Diestelbruch Dörenwaldstraße 5

Gerätehaus Remmighausen, Remmighauser Straße 6

Gerätehaus Süd in Berlebeck, Schlehenweg 3

Gerätehaus Hiddesen, Katerallee

Gerätehaus Bentrup, Zum Gretberg 2

Gerätehaus Brokhausen, Brokhauser Straße 24

Wichtig: "Leuchttürme" dienen nicht als Aufenthaltsort oder Notunterkunft. Eine längerfristige Betreuung findet dort nicht statt. Hier stehen die Bürgerinnen und Bürger selbst in der Verantwortung, sich auf ein eventuelles Krisenszenario vorzubereiten. Was in diesem Zusammenhang sinnvoll ist - zum Beispiel die Bevorratung mit haltbaren Lebensmitteln, Getränken und Hygieneartikeln - ist ebenfalls Inhalt des neuen Informationsflyers. Zudem gibt es Erläuterungen zu der Bedeutung der drei Warntöne, die im Krisenfall warnen, entwarnen und einen Alarm für die Feuerwehr signalisieren.

Der Informationsflyer liegt im Rathaus am Markt, bei der Bürgerberatung an der Paulinenstraße 45 und beim Bauhof an der Georgstraße 10 in Detmold zur Mitnahme bereit oder kann hier heruntergeladen werden: Flyer