Detmolder Parkplätze werden Orte der Kunst und Begegnung

20. September von 12 bis 18 Uhr, Krumme Straße, und 21. September von 10 bis 16 Uhr, Rosental

v.l.n.r.: Sina Ebell, Harald Redmer, David Schnaegelberger, Heike Scharping, Julia Nitschke, Carlo Schick, Sabine Kuhfuss, Rainer Heller, Ruth Schultz / Foto: Sarah Rauch

(Pressemitteilung des NRW Landesbüros Freie Darstellende Künste e.V.)

Parkplatzmangel, Parkplatzkampf, Parkplätze statt Parks: Mit dem Phänomen "Parkplatz" setzt sich das Projekt StattParkKultur auseinander, das am 20. und 21.9.2019 in Detmold stattfindet. Das Thema ist die städtische Mobilitätskultur, das Ziel der Austausch darüber, wie die Umnutzung von Parkflächen gestaltet werden kann. Heute am 6.9.2019 wurden die dafür ausgewählten Künstler*innen ausgezeichnet. Rainer Heller, Bürgermeister der Stadt Detmold, begrüßte die Gäste in der Kulturfabrik Hangar 21: "Wir möchten Denkanstöße bekommen, wie wir mit Parkraum umgehen können".

Ausgerichtet wird StattParkKultur von der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW (LAG 21 NRW) und dem NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, beide mit Sitz in Dortmund. "Die zwei Projekte, die wir heute auszeichnen, haben sich auf ganz spezielle Weise mit dem Thema Park- und Stadtraum und dem Wandel hin zu einer nachhaltigen Mobilitätskultur in Detmold auseinandergesetzt", sagt Carlo Schick, Projektleiter der LAG 21 NRW. Während das Projekt "PARK*PLATZ*ORAKEL" (Meine Wunschdomain) vor allem individuelle Verhaltensänderungen in der Mobilitätswende aufgreife, setze sich das Projekt "Es war einmal in Westdeutschland" (Die Happy Few) spielerisch mit der jetzigen Mobilitätskultur in Detmold durch einen Rückblick aus der Zukunft auseinander.

Harald Redmer, Geschäftsführer des NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, stellt fest: „Kunst im öffentlichen Raum soll irritieren und herausfordern, zur Auseinandersetzung mit relevanten Gesellschaftsthemen anregen, gewohnte Wahrnehmung verändern und nicht zuletzt auch Spaß machen. Die Freie Darstellende Kunst gibt engagierte und leidenschaftliche Impulse für das Leben im urbanen Raum. Wir freuen uns sehr, mit diesem Projekt für das so wichtige Thema sinnvoller städtischer Mobilitätkultur unseren Beitrag leisten zu können.”

In einer offenen Ausschreibung konnten sich Künstler*innen aus ganz NRW mit ihren Konzepten für die Umgestaltung der Parkplätze bewerben. Sabine Kuhfuss, künstlerische Leiterin des KulturTeams der Stadt Detmold, begründete als Jurymitglied die Auswahl der Projekte und überreichte einen symbolischen Preisgeld-Scheck in Höhe von jeweils 5.000 Euro an die Künstler*innen. Mit dem Geld können sie ihr jeweiliges Projekt umsetzen.

20.9.2019 | 12-18 Uhr | Krumme Straße Mit: Die Happy Few – „Es war einmal in Westdeutschland“

Die Happy Few erforschen mit Detmolder Expert*innen die Mobilität der Zukunft: „Am 20. September 2019 werden wir in einer Parklücke in der Krumme Straße eine Zeitkapsel für das Jahr 2035 in die Welt setzen und laden alle Bürger*innen ein, im Autokino noch einmal gemeinsam mitzuerleben, warum wir Deutschen unsere Autos so lieben.“

Die Happy Few suchen noch Detmolder Bürger*innen, die Lust haben etwas über ihre Beziehung zum eigenen Auto zu erzählen - egal ob positiv oder negativ. Außerdem suchen sie Menschen, die Lust haben Grußbotschaften ins Jahr 2035 zu schicken.

21.9.2019 | 10-16 Uhr | Rosental Mit: Meine Wunschdomain – „PARK*PLATZ*ORAKEL“

Im Orakelzelt von „Meine Wunschdomain“ können Besucher*innen eine Zukunftsperformance erleben – und auf der Bank davor andere Menschen mit Visionen oder Fragen treffen: „Die irritierend einladende und freundlich-grüne Gestaltung des kleinen Idylls auf dem Parkplatz am Rosental gegenüber der Stadthalle wollen wir nach Prinzipien der Nachhaltigkeit entwickeln.“

Meine Wunschdomain freuen sich über Pflanzenleihgaben jeglicher Art, damit am 21.9. von 10-16 Uhr der Parkplatz am Rosenthal in eine grüne Oase verwandelt werden kann.