Inklusive Sporthelfer*innen
Erste inklusive Sporthelferinnen und Sporthelfer geehrt
Die Absolventinnen und Absolventen der angepassten Sporthelfer-Ausbildung erhielten ihre Urkunden.
Im Juli wurden die ersten sieben Absolventinnen und Absolventen einer angepassten Sporthelfer-Ausbildung geehrt. Die Qualifizierung ist Teil des Modellprojekts „Sport inklusiv“, das seit Juli 2023 die Teilhabe von Menschen mit körperlichen, seelischen oder geistigen Beeinträchtigungen im Sport fördert.
Ziel des Projekts ist es, mehr Bewegungsangebote für Menschen mit Behinderung zu schaffen, Übungsleitende zu qualifizieren und zugleich neue Qualifizierungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung zu entwickeln. Zu diesem Zweck wurde die Sporthelfer-Ausbildung an die Bedürfnisse von Menschen mit kognitiven Einschränkungen angepasst. Die Inhalte wurden neu aufbereitet und zeitlich gestreckt, blieben inhaltlich jedoch unverändert. Die Ausbildung ist vom Landessportbund NRW lizenziert. Damit sind die Absolventinnen und Absolventen befähigt, den Pausensport zu unterstützen, Sportfeste mitzugestalten, Arbeitsgemeinschaften zu begleiten und jüngere Mitschülerinnen und Mitschüler anzuleiten.
Die Ehrung fand im Rahmen einer Feierstunde an der Topehlen-Schule in Lemgo, einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung, statt. Die Urkunden überreichte Christopher Tegethoff vom Kreissportbund Lippe e. V. an die Absolventinnen und Absolventen, die allesamt Schülerinnen und Schüler der Topehlen-Schule sind.
Sylke Buschmann, die an der Topehlen-Schule tätig ist und sich im TV 09 Pivitsheide e. V. engagiert, stellte den Kontakt zwischen der Stadt Detmold und der Schule her. Sie übernahm auch die Durchführung der Ausbildung und verantwortete neben der Wissensvermittlung vor allem eines: den Spaß an der Sache.
Ziel des Projekts „Sport inklusiv“ ist es, das Modell der angepassten Sporthelfer-Ausbildung weiter zu etablieren und auf andere Kommunen und Träger zu übertragen. „Die nun erfolgreich abgeschlossene erste Ausbildungsrunde ist dabei als Auftakt und zugleich als Impuls für weitere Angebote zu verstehen“, freut sich Merle Malburg, Inklusionsbeauftragte für Sport bei der Stadt Detmold. Perspektivisch startet eine weitere Ausbildungsgruppe bei der Lebenshilfe Detmold. Für 2027 plant auch der TuS Eichholz-Remmighausen die Aufnahme dieses Ausbildungsmoduls. Langfristig sollen die Lehrmaterialien bundesweit Vereinen, Verbänden und Schulen zur Verfügung gestellt werden.
Das Projekt „Sport inklusiv“ wird über die LWL-Sozialstiftung gGmbH finanziert und läuft noch bis zum 30. Oktober 2026. Das Thema Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Sport bleibt jedoch auch nach Auslaufen der Förderung ein fester Bestandteil der Detmolder Sportentwicklungsplanung.
Pressemitteilung der Stadt Detmold


