Ausstellung im Rathaus
Schicksale vergessener Detmolder Familien im Fokus
Ausstellungseröffnung am 9. Oktober im Detmolder Rathaus
Detmold. „Anders als die andern – Stigmatisiert. Verfolgt. Vergessen.“ So lautet der Titel der Ausstellung, die am Donnerstag, 9. Oktober, um 17 Uhr im Foyer des Detmolder Rathauses am Markt eröffnet wird und danach bis zum 13. November zu besichtigen ist.
Die Ausstellung entstand anlässlich der zentralen Gedenkveranstaltung zum 27. Januar 2025 im Rahmen einer Unterrichtsreihe des Zusatzkurses Geschichte der Q2 des Christian-Dietrich-Grabbe-Gymnasiums im Schuljahr 2024/2025 unter der Leitung von Kristina Panchyrz. Die Israel-AG des Grabbe-Gymnasiums hat die Ausstellung nun erweitert. Sie widmet sich auch Jüdinnen und Juden aus Osteuropa und möchte an das Schicksal Detmolder Bürgerinnen und Bürger erinnern. Im Mittelpunkt dieser Ausstellung stehen die Lebensgeschichten der Familien Bonom-Horowitz, Vogelhut und Soltys-Gottlieb.
Viele Menschen, die während des NS-Regimes stigmatisiert, verfolgt und ermordet wurden, sind bis heute im kollektiven Gedächtnis kaum präsent. Diese Ausstellung erinnert an die vergessenen Opfer: Menschen, die aufgrund ihrer politischen Haltung, sexuellen Orientierung, abweichenden Lebensformen, körperlichen Gestalt, Krankheit oder Behinderung entrechtet, ausgegrenzt und verfolgt wurden.
Zur Ausstellungseröffnung teilen Schülerinnen und Schüler der Israel-AG des Grabbe-Gymnasiums ihre Gedanken mit den Anwesenden. Die Grabbe-Band begleitet die Veranstaltung musikalisch. Christ-Dore Richter (stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Detmold), Dr. Bärbel Sunderbrink (Leiterin des Stadtarchivs) und die Historikerin Gudrun Mitschke-Buchholz richten ebenfalls Worte an die Gäste.
Die Ausstellung ist bis zum 13. November während der Öffnungszeiten des Rathauses montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr zu sehen.
Pressemitteilung der Stadt Detmold


