Einfaches Baugenehmigungsverfahren

Das einfache Genehmigungsverfahren wird für die Errichtung, Änderung oder Nutzungsänderung von baulichen Anlagen sowie anderen Anlagen und Einrichtungen durchgeführt, soweit es sich nicht um große Sonderbauten oder genehmigungsfreie Vorhaben handelt. Der Antrag im einfachen Baugenehmigungsverfahren ist mit allen erforderlichen Unterlagen zur Beurteilung des Vorhabens 3-fach bei der Unteren Bauaufsichtsbehörde einzureichen. Mit der Bauausführung darf erst nach Zugang der Baugenehmigung begonnen werden. Die Baugenehmigung ergeht unbeschadet privater Rechte Dritter. Die Baugenehmigung und die Teilbaugenehmigung erlöschen, wenn nicht innerhalb von drei Jahren mit dem Bauvorhaben begonnen wird, sie kann jedoch auf Antrag um jeweils ein Jahr verlängert werden.

Die Gebühren werden nach der Allgemeinen Verwaltungsgebührenordnung des Landes Nordrhein-Westfalen errechnet.
Die Gebühr errechnet sich in der Regel auf der Grundlage des Brutto-Rauminhaltes - Rohbauwert x Kubikmeter umbauten Raum x 10 von Tausend oder 6 von Tausend je nach Tarifstelle. Die Gebühr beträgt mindestens 50 €.

1. Antragsformular

Es sind nur die amtlichen Vordrucke zu verwenden. Antragsformulare können in der Bauberatung abgeholt werden oder kostenlos heruntergeladen und ausgedruckt werden. Das Antragsformular muss von den Bauherrn und dem bauvorlageberechtigten Entwurfsverfasser unterzeichnet sein. Antragsformulare

Formular: Bauantrag im Einfachen Genehmigungsverfahren

2. Baubeschreibung

In der Baubeschreibung ist das Vorhaben insbesondere hinsichtlich der Bauprodukte und Bauarten, die verwendet und angewandt werden sollen, seine äußere Gestaltung (Baustoffe und Farben) und seine Nutzung zu erläutern.

Antragsformulare

3. Rechnerische Nachweise

Folgende Nachweise sind den Bauantragsunterlagen beizufügen:

  • - Nachweise des Maßes der baulichen Nutzung (GRZ, BMZ, GFZ, Anzahl der Vollgeschosse)
  • - Nachweis über die Höhe des Fußbodens des höchstgelegenen Aufenthaltsraumes
  • - Berechnungen und Angaben zur Kostenermittlung
  • - Berechnung umbauter Raum- Stellplatzberechnung
  • - Abstandflächenberechnung

4. Bautechnische Nachweise

Nachweis der Standsicherheit (Statik) und andere bautechnische Nachweise, wie Wärme- und Schallschutz (erst bei Baubeginn einzureichen)

5. Betriebsbeschreibung

Für gewerbliche Anlagen ist eine Betriebsbeschreibung erforderlich. Für landwirtschaftliche Betriebe ist eine Landwirtschaftliche Betriebsbeschreibung einzureichen.

Antragsformulare

6. Liegenschaftskarte / Flurkarte

Es ist ein Auszug aus der Liegenschaftskarte / Flurkarte einzureichen. Die Flurkarte muss aktuell nicht älter als 6 Monate sein.

7. Lageplan

Der Lageplan ist im Maßstab nicht kleiner als 1:500 einzureichen und muss alle Angaben nach § 3 Abs. 1 der Bauprüfverordnung enthalten. Der Lageplan muss von einem Katasteramt oder einem öffentlich bestellten Vermessungsingenieur angefertigt werden, wenn die Grenzen des Baugrundstücks noch nicht feststehen, Grenzüberbauungen vorliegen, eine Baulast auf dem Baugrundstück ruht oder besonders schwierige Grenz- oder topographische Verhältnisse vorliegen.

8. Bauzeichnungen

Die Bauzeichnungen (Grundrisse, Schnitt, Ansichten) sind im Maßstab 1:100 einzureichen und müssen alle Angaben nach § 4 der Bauprüfverordnung enthalten. Bei Umbauten oder Nutzungsänderungen sind zusätzlich Bestandpläne vorzulegen. 9. Erhebungsbogen Baustatistik Der Erhebungsbogen für die Baustatistik ist zusammen mit den Bauantragsunterlagen bei der Unteren Bauaufsicht einzureichen.

Antragsformulare

Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (BauO NRW)

Verordnung über bautechnische Prüfungen (BauPrüfVO)

Allgemeine Verwaltungsgebührenordnung (AVerwGO)

Herr Dirk Schäfer

Teamleitung
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