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Städtebauliches Entwicklungskonzept für den Einzelhandel (Zentrenkonzept)

Einkaufen in Detmold war und ist in Detmold ein viel diskutiertes Thema. Auf Beschluss des Ausschusses für Stadtentwicklung erhielt die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) den Auftrag, hierzu ein Konzept zu erstellen.

Ergebnis war das "Städtebauliche Entwicklungskonzept für den Einzelhandel (Zentrenkonzept)", das vom Rat der Stadt Detmold am 24.02.2011 als Leitlinie verabschiedet wurde. Einzelhandelskonzept

Einzelhandelskonzept

Warum ein Einzelhandelskonzept?

Auch Detmold ist von einem Wandel der Einzelhandelsstruktur betroffen, der sich so skizzieren lässt:

  • Rückgang eigenständiger "inhabergeführter" Einzelhandelsbetriebe
  • Zunahme der Filialisierung
  • Wachstum der Verkaufsflächen bei gleichzeitig stagnierenden Einzelhandelsumsätzen
  • neue Betriebs- und Vertriebsformen
  • Bestreben nach immer größeren Einzelhandelsflächen an verkehrsgünstigen Standorten

Die Folge ist ein fortschreitender Verlust an Vielfalt und Qualität der Versorgung in den Innenstädten und den Ortsteilen. Damit hat sich nicht nur die Versorgung der Bevölkerung verschlechtert, auch die Entwicklung der Innenstädte wird beeinträchtigt.

Das "Zentrenkonzept" soll die Zentrenstrukturen Detmolds als lebendigen Mittelpunkt der Stadt und der Ortsteile erhalten und die Versorgung für die Bürgerinnen und Bürger auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels langfristig und nachhaltig sichern.

Wichtige Ziele sind:

  • die Ortsteilzentren sollen mit Nahversorgern ausgestattet sein - Vorbild ist die Entwicklung des Eichenkruges in Pivitsheide oder die Lebensmittelversorgung am Hasselter Platz
  • Fachmärkte, z. B. für Elektronik, sollen in die Innenstadt
  • zusätzlicher großflächiger Einzelhandel außerhalb der Zentren ist nicht gewollt

Teilfortschreibung des Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes für den Einzelhandel (Zentrenkonzept) bezogen auf das Themenfeld "Lebensmitteleinzelhandel"

Die Stadt Detmold hat im Jahr 2010 durch die GMA ein Einzelhandelskonzept erarbeiten lassen. Dieses diente und dient nach wie vor Politik und Verwaltung als verbindlicher Rahmen für alle Entscheidungen, die im Zusammenhang mit der Einzelhandelsentwicklung Detmolds stehen. Viele Aussagen des Gutachtens sind nach wie vor aktuell. Besonders jedoch im Lebensmittelbereich stehen bundesweite Trends auf der Anbieterseite in immer stärkerem Kontrast zu den aktuellen örtlichen Nahversorgungsstrukturen des Detmolder Lebensmitteleinzelhandels.

Aus diesem Grund hat sich die Stadt Detmold entschlossen, das Einzelhandelskonzept gezielt im Bereich der Lebensmittelnahversorgung aktualisieren zu lassen.
In diesem Rahmen galt es, die abgestuften Versorgungsstrukturen Detmolds, bestehend aus einem Hauptzentrum, acht Neben- bzw. Ortsteilzentren, zwei Agglomerationsbereichen und diversen integrierten und nicht integrierten Streulagen, bezogen auf den Lebensmitteleinzelhandel qualitativ und quantitativ vertiefend zu untersuchen. Ziel ist es, aktualisierte Leitvorstellungen für die Entwicklung der Nahversorgung in Detmold zu erarbeiten.

Die dauerhafte Sicherung, der Erhalt und der Ausbau der ortsnahen Versorgungsstrukturen haben hierbei oberste Priorität.

Ergänzend zum Zentrenkonzept von 2010 (beschlossen am 24.02.2011), in dem der Rat die rechtliche Grundlage für die Steuerung des gesamten Einzelhandels im Stadtgebiet sowohl auf der Ebene der Bauleitplanung als auch bei der Beurteilung von Einzelvorhaben vorgegeben hat, hat der Rat am 16.05.2019 die Teilfortschreibung des Zentrenkonzeptes speziell für das Themenfeld "Lebensmitteleinzelhandel" beschlossen.
Teilfortschreibung Einzelhandelskonzept (Lebensmitteleinzelhandel) 

Es gelten somit ergänzend folgende städtebaulichen Zielsetzungen für die Entwicklung des Lebensmitteleinzelhandels:

  • Sicherung und ggf. Weiterentwicklung der Lebensmittelversorgung in den zentralen Versorgungsbereichen
  • Bestandssicherung und ggf. Neuaufstellung der städtebaulich integrierten Anbieter mit einem wesentlichen fußläufigen Einzugsgebiet
  • schließen von Versorgungslücken
  • keine Stärkung von städtebaulich nicht integrierten Lagen und ausgewiesenen dezentralen Agglomerationsbereichen.

Informationen

Hier finden Sie Informationen über das Einzelhandelskonzept und die Teilfortschreibung des Einzelhandelskonzeptes bezogen auf das Themenfeld Lebensmitteleinzelhandel:

Einzelhandelskonzept

Teilfortschreibung Einzelhandelskonzept (Lebensmitteleinzelhandel)

Ihre Ansprechpersonen

Herr Norbert Hillgemann

Architekt, Stadtplaner
  n.hillgemannDIES-DURCH-@-ERSETZENdetmold.de
  05231 977 626
  Adresse
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Herr Michael Frieg

Stadtplaner
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