Europatage/ -Wochen

Europawoche 2017

Europa neu begründen!

Vortrag und Europäischer Markt zur Europawoche

Der Brexit, die Wahlen in Frankreich und den Niederlanden, wachsender Rechtspopulismus und ein Zulauf zu fremdenfeindlichen Parteien - die Europäische Union driftet auseinander, statt zusammenzuwachsen. Angesichts dieser Entwicklungen ist es wichtig, die Stärken eines geeinten Europas besonders bewusst zu machen. Seit über zehn Jahren lädt die Stadt Detmold rund um den Europatag am 09. Mai zu internationalen Begegnungen ein. In diesem Jahr stehen die Europatage unter dem Motto "Europa neu gestalten".

Vortrag mit Diskussion

Wie eine Europäische Union der Zukunft aussehen könnte, ist Thema des Vortrags "Europa muss sich neu begründen" von Dr. Steffen Lehndorff, Sozialwissenschaftler der Universität Duisburg-Essen und Mit-Initiator von "Europa neu begründen". Eine europäische Investitionsstrategie, ein Ausbau der sozialen Infrastruktur und Europa als Friedensmacht sind nur einige Ideen, wie die EU neu begründet werden kann. Im Anschluss an den Vortrag sind die Zuhörerinnen und Zuhörer eingeladen, gemeinsam mit Dr. Steffen Lehndorff über ihre Visionen für Europa zu diskutieren. Veranstaltet wird der Vortrag mit Diskussion am Donnerstag, 11. Mai 2017, um 19:30 Uhr im Rathaus am Markt, großer Sitzungssaal, von der Stadt Detmold in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Kafka & Co.

Europäischer Markt

Am Samstag, 13. Mai 2017, findet unter Beteiligung der ortsansässigen internationalen Gesellschaften und Partnerschaftsvereine der traditionelle Europäische Markt von 10:00 bis 14:00 Uhr statt. Auf dem Vorplatz des Einkaufszentrums am Rosental präsentieren die Vereine kulinarische Genüsse aus ihren jeweiligen Ländern. Die Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, mit den Vertretern der Vereine und Kulturgesellschaften ins Gespräch zu kommen und sich über die Partnerstädte Detmolds und des Kreises Lippe zu informieren.

Die Veranstaltungen werden gefördert vom Land Nordrhein-Westfalen

Aktuelle Pressemeldungen

Detmold feiert Europa

Europäischer Markt lockt mit Köstlichkeiten und Informationen

In Detmold schlägt nicht nur das Herz für Europa, Europa kann man sehen, anfassen - und sogar schmecken! Davon konnten sich am vergangenen Samstag die Besucherinnen und Besucher des Europäischen Markts überzeugen. Im Rahmen der Europawoche im Mai hat der Markt in Detmold inzwischen eine gute langjährige Tradition. Am Platz vor dem Einkaufszentrum an der Langen Straße / Ecke Rosental präsentierten sich neun internationale Kultur- und Partnerschaftsvereine mit Informationsständen und lockten mit kulinarischer Völkerverständigung. Bei bestem Wetter zog der Markt zahlreiche Passantinnen und Passanten an und zeigte, dass das bunte Nebeneinander der Kulturen in Detmold längst gelebt wird.

Die Detmolder Kontakte mit Partnerstädten in Frankreich, Griechenland, Finnland, Italien sowie mit dem ostdeutschen Zeitz wurden auf dem Europäischen Markt ebenso repräsentiert wie der armenische und afghanische Kulturverein und die Evangelische freie Gemeinde "Schöne Aussicht" e.V.: "Das ist gelebte Integration", freute sich Detmolds stellvertretende Bürgermeisterin Christ-Dore Richter beim Rundgang über den Markt. Zum ersten Mal stellte in diesem Jahr auch die Lippische Landeskirche ihre Partnerschaften mit evangelischen Kirchen in Litauen gemeinsam mit dem Kreis Lippe vor, den eine langjährige Partnerschaft mit dem litauischen Kaunas verbindet. Auch das europe direct Büro des Kreises Lippe und die Europa-Union Lippe informierten mit vielfältigen Materialien auf einem gemeinsamen Stand über die Europäische Union. Alle Vereine präsentierten neben Köstlichkeiten aus den jeweiligen Ländern auch Informationen über ihre Arbeit. Und da Kooperation in Europa natürlich groß geschrieben wird, sammelten die Vereine gemeinsam Spenden für die Erdbebenhilfe in Mittelitalien. Der Europäische Markt wurde gefördert im Rahmen der landesweiten Europawoche durch das nordrhein-westfälische Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien.

Informationen zu den Detmolder Internationalen Kulturvereinen finden sich auch unter www.detmold.de

„Europa muss sich neu begründen“

Vortrag von Dr. Steffen Lehndorff

Detmold. Der Europäischen Einigung stehen richtungsweisende Zeiten bevor. "Europa muss verbessert werden, damit es erhalten werden kann", erklärte Dr. Steffen Lehndorff, emeritierter Professor der Universität Duisburg-Essen, bei seinem Vortrag im Rathaus Detmold. Im Rahmen der Europawoche hatte die Stadt in Kooperation mit der Buchhandlung Kafka&Co den Wissenschaftler und Initiator des Aufrufs "Europa neu begründen" eingeladen, um zur Zukunft der Europäischen Union zu referieren. Die einstigen sozialen Errungenschaften der EU treten heute zurück hinter das neoliberale Dogma des Marktes, so Lehndorff. Viele Unzufriedene wenden sich deshalb gegen das europäische Projekt. Es brauche daher eine "pro-europäische EU-Kritik".

Dr. Lehndorff ist langjährig aktiver Arbeitsforscher und ehemaliger Abteilungsleiter am Duisburg-Essener Institut für Arbeit und Qualifikation. Mit dem Buch "Spaltende Integration" nimmt er die Krise der europäischen Einigung in den Blick. Die gegenwärtige Integration halte ein Ungleichgewicht zwischen den Mitgliedsstaaten fest. Es brauche eine "Koalition der Willigen", die sich zu einem neuen, demokratischen Europa bekennt und der destruktiven Sparpolitik der Eurokrise eine kluge, zukunftsweisende Investitionsstrategie entgegensetzt. Dies müsse auch gegen die bisherige deutsche Europapolitik durchgesetzt werden, sonst, so die These Lehndorffs, könnte bei der nächsten Wahl in Frankreich "aus Berlin der Rückenwind für den Front National kommen." Die Veranstaltung wurde gefördert im Rahmen der Europawoche 2017 vom Land Nordrhein-Westfalen.


Diskussionsveranstaltung der Europa-Union KV Lippe

Diskussionsveranstaltung
"Quo vadis Europa?!" Ein Streitgespräch über die europäische Integration

Europa erlebt seine längste Friedensperiode seit dem 2. Weltkrieg. Die europäische Idee ist die Antwort auf Krieg und Nationalismus. Doch wo steht das gemeinsame Europa im Jahr 2017-67 Jahre nach der historischen Schumann-Erklärung am 9.Mai 1950? Befürchteter Grexit, tatsächlicher Brexit, Wahlerfolge nationalistischer und rechtspopulistischer Parteien... Wo führt der Weg hin Europas?

In einem Streitgespräch sollen Europaskeptiker und Europabefürworter zu Wort kommen und diskutieren, wie es weiter gehen kann mit der europäischen Integration.

Dienstag, 9. Mai 2017 um 19:00 Uhr
Stadthalle Detmold, Foyer, Detmold

Teilnehmer/-in:

· Stefan Gran, Politischer Referent DGB Brüssel

· David Schrock, stv. Vorsitzender Europa-Union NRW

· Frank Schäffler, FDP-Bezirksvorsitzender Ostwestfalen-Lippe

· Inge Höger, MdB Die Linke

Moderation: Thorsten Engelhardt, CvD Lippische Landes-Zeitung

Veranstalter: Europa-Union Lippe mit Unterstützung von europe-direct, dem Europabüro des Kreises Lippe

Eintritt frei!


Veranstaltung der Deutsch-Italienischen Gesellschaft Lippe-Detmold

Zusammen mit europe-direct, dem Europabüro des Kreises Lippe, und dem Dietrich-Bonhoeffer-Berufskolleg lädt die Deutsch-Italienische-Gesellschaft Lippe-Detmold zu einem multimedialen Vortrags- und Diskussionsabend mit dem Politologen Ingo Espenschied ein!

60 Jahre Römische Verträge
Europa - Idee, Realität - und nun Zusammenhalt oder Zerfall?

Mittwoch, 10.05.2017, 19:00 Uhr
in der Mensa des Dietrich-Bonhoeffer-Berufskollegs Elisabethstraße 8,
32756 Detmold

Eintritt frei!

Wie ist Europa wirklich? Wohin hat sich Europa entwickelt? Wo sind seine Stärken und Schwächen? Wo seine Chancen?

Ingo Espenschied zieht Bilanz getreu seinem Motto "Nur wer die Geschichte Europas kennt und versteht, kann auch seine Zukunft erfolgreich gestalten!".


Europawochen 2016

Unsere Zukunft ist Europa!

"In fremden Schuhen" - Spurensuche in Europa

Seit über 10 Jahren lädt die Stadt Detmold rund um den Europatag am 9. Mai zu internationalen Begegnungen ein, um für die Idee des gemeinsamen Europas zu begeistern. Selten zuvor erschien dabei Europa als Staaten- und Wertegemeinschaft so gefährdet. Worte wie Grexit und Brexit haben in den vergangenen Monaten die Nachrichten bestimmt und an nationalen Grenzen werden wieder Kontrollen durchgeführt. Gerade angesichts dieser Entwicklungen ist es wichtig, die Stärken eines geeinten Europas bewusst zu machen.

Erstmals organisiert die Stadt Detmold gemeinsam mit vielen Kooperationspartnern aus Kultur, Sport, Schule und Politik sowie dem Kreis Lippe und dem Büro "europe direct" Europawochen vom 2.-22. Mai 2016. 25 Veranstaltungen und Projekte rund um Europa laden ein, sich zu informieren, zu diskutieren, laden ein zum Nachdenken und zum Mitmachen. Dabei steht ein besonderes Städtepartnerschaftsjubiläum im Mittelpunkt, das vor Augen führt, was Europa auszeichnet: Bereits seit 40 Jahren verbindet das belgische Hasselt und Detmold eine lebendige Städtepartnerschaft und das, obwohl sich noch vor zwei Generationen Belgier und Deutsche im Krieg gegenüberstanden. Frieden und ein offenes, grenzübergreifendes Miteinander - das zeichnet Europa aus und dies gilt es zu bewahren.

Die europäische Idee meint dabei auch gelebte Vielfalt. Europa hat im globalen Machtverhältnis Bedeutung gewonnen, weil sich Staaten zusammengeschlossen haben. Darüber hinaus ist aus dem Zusammenschluss der verschiedenen Kulturen eine Gemeinschaft gewachsen, die sich für freiheitliche Werte einsetzt. Die Europawochen werden kofinanziert durch das Programm "Europa für Bürgerinnen und Bürger" der Europäischen Union und unterstützt vom Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes NRW.

Das umfangreiche Programm liegt in vielen öffentlichen Einrichtungen aus und steht hier zum Downloaden bereit: Programm Europawochen 2016 in Detmold

 

 

Aktuelles zu den Veranstaltungen der Europa-Wochen

Europa wächst von unten-Festempfang im Detmolder Kreishaus

Detmold. "Europa wächst von unten!" Der griechische Bürgermeister Asterios Gavotsis aus Detmolds Partnerstadt Oraiokastro brachte es auf den Punkt, was sich wie ein roter Faden durch den Festabend aus Anlass der Europawochen in Detmold zog: "Europa wächst von unten durch die Kontakte der Bürgerinnen und Bürger!" Und die gute Stimmung unter den rund 300 europäischen Gästen war ein weiterer Beleg dafür.

Im Mittelpunkt des Abends stand dabei die "Rubin-Hochzeit" der Städtepartnerschaft von Detmold und Hasselt. Seit 40 Jahren verbindet die beiden Städte eine erfolgreiche Partnerschaft, die sich auf verschiedenen Ebenen entwickelte und ihren Ursprung in Kontakten des Detmolder Landestheaters mit dem Hasselter Kulturzentrum hatte. Als Gratulanten waren Delegationen aus Detmolds Partnerstädten Saint Omer (Frankreich), Oraiokastro (Griechenland), Zeitz (Sachsen-Anhalt) sowie Chodziez (Polen) und Kaunas (Litauen), den beiden Partnerstädten des Kreises Lippe der Einladung nach Detmold gefolgt. Aus Hasselt waren rund 100 Gäste gekommen, angeführt von Bürgermeisterin Hilde Claes und der Beigeordneten für Kultur Karolin Mondelaers.

Landrat Dr. Axel Lehmann hob in seiner Begrüßung hervor, dass Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges einer der längsten friedlichen Epochen in seiner Geschichte erlebt und das es die Begegnungen der Menschen sind, die dazu einen wichtigen Beitrag leisten. "Für was steht Europa heute? Ist die europäische Idee ein Auslaufmodell?" fragte Bürgermeister Rainer Heller. "Die Erfolgsgeschichte Detmold - Hasselt beweist das Gegenteil! Wir in den Kommunen bringen die Menschen zusammen und bauen die Grenzen in den Herzen und Köpfen ab", waren sich Heller und seine belgische Amtskollegin einig. Zu den Gratulanten zählte auch Detmolds Alt-Bürgermeister und Hasselts Ehrenbürger Fritz Brakemeier, der als junger Ratsherr die Gründung der Städtepartnerschaft 1976 persönlich miterlebte. Peter-Uwe Witt, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Detmold-Hasselt würdigte das große ehrenamtliche Engagement vieler Akteure ohne die die Erfolgsgeschichte "Städtepartnerschaft" nicht geschrieben worden wäre.

Das gut zweistündige Programm wurde durch schwungvolle musikalische Beiträge des JazzChor JAM, tänzerische Darbietungen der Jazzdance-Gruppe "Mariposa" vom TuS Eichholz-Remmighausen und einer extra einstudierten sportlichen Choreografie einer Gruppe von Turnerinnen aus dem Leistungszentrum Detmold und vom Turnverein Excelsior Hasselt abgerundet.

Die Europawochen werden kofinanziert durch das Programm "Europa für Bürgerinnen und Bürger" der Europäischen Union und werden finanziell unterstützt vom Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes NRW.

Das umfangreiche Programm liegt in vielen Detmolder öffentlichen Einrichtungen aus. Mehr Informationen gibt es auch im Internet unter www.detmold.de. Ansprechpartnerin ist Astrid Illers/Team Städtepartnerschaften) unter 05231/977-454

Mehr Fotos von der Europafeier und den Veranstaltungen der Europawochen gibt es hier: Link zu den Fotos der Veranstaltungen

Innenstadtgalerie in der Bruchmauerstraße - Bilder aus 40 jahren Städtepartnerschaft

Guck mal! Ist das nicht ...?" vielleicht erkennt sich der eine oder die andere auf den Riesenfotos wieder: vom 2.- 16. Mai verwandelt sich die Bruchmauerstraße zur Innenstadtgalerie. Im Mittelpunkt der Europawochen 2016 steht das 40-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Detmold und Hasselt. Auf 10 Fotos im Format von 1,50 mal 1,50 Metern werden Erinnerungen wach an Bürgerfahrten, Sportveranstaltungen und kulturelle Begegnungen.

"Erleben Sie Impressionen aus 40 Jahren Städtepartnerschaft Detmold und Hasselt beim Gang durch die Bruchmauerstraße", lautet die Einladung der Stadt Detmold. "Wir sind gespannt auf die Rückmeldungen der Detmolderinnen und Detmolder", freut sich Astrid Illers vom Team Städtepartnerschaften auf viele Reaktionen.

Die Europawochen werden kofinanziert durch das Programm "Europa für Bürgerinnen und Bürger" der Europäischen Union und werden finanziell unterstützt vom Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes NRW.

Das umfangreiche Programm liegt in vielen Detmolder öffentlichen Einrichtungen aus. Mehr Informationen gibt es auch im Internet unter www.detmold.de. Ansprechpartnerin ist Astrid Illers/Team Städtepartnerschaften) unter 05231/977-454
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Sie kamen, um zu arbeiten…60 Jahre deutsch-italienisches Anwerbeabkommen

Detmold. Vor 60 Jahren wurde das deutsch-italienische Anwerbeabkommen abgeschlossen. Die ersten sogenannten "Gastarbeiter" kamen danach nach Deutschland und machten unterschiedliche Erfahrungen: Viele wollten gar nicht so lange bleiben und andere blieben ein Leben lang. In einem Vortrag mit Diskussion standen im Rahmen der Europawochen die ersten italienischen Gastarbeiter im Mittelpunkt des Abends. Eingeladen hatten die Deutsch-Italienische Gesellschaft Lippe-Detmold e.V. und die Europa-Union Deutschland (Kreisverband Lippe) zu der Veranstaltung im Detmolder Rathaus.

Dr. Benedetta Mannino berichtete in ihrem Vortrag von den Emigrierten, die nach Wolfsburg zu VW kamen. "Alle Menschen sind Migranten", so die Feststellung von Benedetta Mannino, die an der Universität Potsdam promovierte und heute in Palermo lebt und arbeitet. Am 17. Januar 1962 traf der erste Zug aus Italien mit rund 100 Arbeitern in Wolfsburg ein. Sie wurden in Baracken untergebracht, abgeschottet von der deutschen Außenwelt. Erst später, Mitte der Siebzigerjahre, änderten sich die Verhältnisse mit dem Zuzug der Familien und einem ersten Sprachkursangebot. 14 Millionen Italiener, darunter viele auch mehrfach, pendelten im Zeitraum von 1955-1973 zwischen Italien und Deutschland. "Sie waren weder hier noch dort wirklich zu Hause", betont Mannino. Heute leben rund 600.000 Italiener in Deutschland und das "ohne Probleme!"

Keine Probleme hatte auch Antonio Ferrara bei seiner Ankunft in Deutschland. Er ist einer der ersten Italiener in Detmold gewesen und vielen bis heute bekannt durch das Café Europa und mehrere Pizzerien, die er betrieb. "Ich habe mir Deutsch selber beigebracht und pro Tag 20 Vokabeln gelernt", berichtet er schmunzelnd im Detmolder Rathaussaal.

Besuch in der Realschule I

Dr. Benedetta Mannino hatte von ihren Forschungsergebnissen bereits am Vormittag in der Realschule I erzählt und war dort auf großes Interesse der Schülerinnen und Schüler getroffen, die selbst schon an einem deutsch-italienischen Schulaustausch mit Verona teilgenommen hatten. Anschaulich berichtete Mannino über die Emigrationsgründe, die Aufenthaltsvorstellungen der italienischen Migranten, beschrieb die "Auswanderer", sprach von Wolfsburg, dem dortigen Italiener-Dorf und wie die einheimische deutsche Bevölkerung mit Skepsis auf die Italiener reagierte. Das Unbekannte wurde mit Klischees gefüllt, z. B. mit der Bezeichnung "Spaghettifresser", mit den Zuschreibungen "temperamentvoll und faul" und mit dem Vorurteil, wer aus Süditalien komme, gehöre zur Mafia. Abschließend schlug sie den Bogen zur Situation der heutigen Geflüchteten in Deutschland und appellierte für ein "Miteinander leben - voneinander lernen".

Die Europawochen werden kofinanziert durch das Programm "Europa für Bürgerinnen und Bürger" der Europäischen Union und werden finanziell unterstützt vom Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes NRW. Ansprechpartnerin ist Astrid Illers/Team Städtepartnerschaften unter der Telefonnummer 05231/977-454

Nicht immer Freunde!

Ein historischer Rückblick auf die Beziehungen zwischen Belgien und Deutschland

Vortrag von Dr. Bärbel Sunderbrink am 4. Mai um 19 Uhr in der Ressource

Detmold. 1976 wurde die Städtepartnerschaft zwischen dem belgischen Hasselt und Detmold begründet. Die heute 40-jährige Freundschaft von Hasselt und Detmold ist zur Selbstverständlichkeit geworden und eine Erfolgsgeschichte. Als sich diese Anfang der 1970er Jahre anbahnte, gab es allerdings große Vorbehalte, die in der Vergangenheit begründet lagen. Das Bild auf belgischer Seite war noch immer durch die Erfahrungen des Ersten Weltkriegs geprägt, als die deutsche Armee den neutralen Nachbarstaat überrollte und jeden Widerstand erbittert niederschlug. Der Vortrag stellt die Wendepunkte der Beziehungen dar, beleuchtet das einst gute politische und wirtschaftliche Miteinander und die Wiederannäherung der Länder nach dem Zweiten Weltkrieg.

Der Vortragsabend beginnt mit einem Abendessen für 20,00 Euro / pro Person. Teilnahme nur mit Anmeldung bei Astrid Illers, Team Städtepartnerschaften unter der Telefonnummer 05231 977-454 oder per Mail an a.illers@detmold.de.

Die Europawochen werden kofinanziert durch das Programm "Europa für Bürgerinnen und Bürger" der Europäischen Union und werden finanziell unterstützt vom Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes NRW.

Das umfangreiche Programm zu den Europawochen liegt in vielen Detmolder öffentlichen Einrichtungen aus. Mehr Informationen gibt es auch im Internet unter www.detmold.de. Ansprechpartnerin ist Astrid Illers/Team Städtepartnerschaften) unter 05231/977-454.

Musik verbindet!

Konzert der Johannes-Brahms-Schule im Rahmen der Europawochen der Stadt Detmold

it Musik von Komponisten aus Polen, Dänemark, Deutschland, Italien, Belgien und Frankreich beteiligt sich die Johannes-Brahms-Schule mit einem Konzert an den Europawochen der Stadt Detmold. Am Freitag, den 6. Mai um 18.30 Uhr spielen Ensembles und Solisten der städtischen Musikschule in der Alten Schule am Wall vor den Gästen aus den Detmolder Partnerstädten Hasselt, Oraiokastro, Saint-Omer, Kaunas, Chodziez und Zeitz.

Trotz einiger nationaler Eigenheiten wie dem französischen Witz, der deutschen Strenge oder dem südeuropäischen Temperament weist die Musik doch auch stilistische Gemeinsamkeiten auf, zumal die Komponisten vergangener Epochen sich mit häufigen Studien- und Konzertreisen immer schon als wahre Europäer verstanden. So stammt z.B. auch der in Lüttich geborene César Franck aus einer deutsch-belgischen Familie, was die Franzosen nicht daran hindert, ihn als einen "ihrer" Komponisten zu sehen. Eines seiner kleinen Stücke, ursprünglich für Harmonium geschrieben, erklingt in dem Konzert als Referenz an den 40. Jahrestag der Städtepartnerschaft Detmolds mit der belgischen Stadt Hasselt. Der Eintritt zu dem Konzert ist frei.

Die Europawochen werden kofinanziert durch das Programm "Europa für Bürgerinnen und Bürger" der Europäischen Union und werden finanziell unterstützt vom Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes NRW.

Das umfangreiche Programm liegt in vielen Detmolder öffentlichen Einrichtungen aus. Mehr Informationen gibt es auch im Internet unter www.detmold.de. Ansprechpartnerin ist Astrid Illers/Team Städtepartnerschaften) unter 05231/977-454.

Laufende Bilder der Europa-Wochen