Stadtarchiv Detmold

Das Archiv der Stadt Detmold liegt seit 1972 als Depositum im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Ostwestfalen-Lippe.

Seit November 2001 wird es von einem von der Stadt eingestellten Archivar bzw. Archivarin betreut. Das Archiv übernimmt die Akten der Stadtverwaltung, nachdem sie auf einzuhaltende Aufbewahrungsfristen und ihre historische Bedeutung überprüft wurden.

Im Einzelnen liegen vor:

-Urkundenbestand von 1421 bis 1793 reichend

-Altakten der Stadtverwaltung bis zum Jahre 1936

-eine bis zur Gegenwart reichende jüngere Aktenüberlieferung der Stadtverwaltung mit den Schwerpunkten: Hauptamt inkl. Rat und Ausschüssen, Sozialamt, Bauamt, Bauverwaltungsamt, Kulturamt, Ordnungsamt, Grundstücksamt, Verkehrsamt

-Überlieferungen der Gemeinden des ehemaligen Amtes Detmold-Land

-Überlieferungen ehemals selbständiger, zum 1.1.1970 der Stadt Detmold angeschlossenen, Gemeinden

-Nachlässe Detmolder Persönlichkeiten

-Sammlungen von Fotografien und Karten

Dem Stadtarchiv stehen die Einrichtungen des Landesarchivs zur Verfügung (Lesesaal, Werkstätten). Die Nutzungsbedingungen sind im Archivgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen und in der Benutzungsordnung des Landessarchivs vorgegeben.

Die Öffnungszeiten sind:
Montags von 8 bis 19 Uhr
Dienstags bis Donnerstags von 8 bis 16 Uhr
Freitags von 8 bis 13 Uhr.

 

 

AKTUELLES

Stadtgeschichtliches Projekt "Detmold und die Kommunale Neugliederung"

Abbildung: Karikatur zur Neugliederung in NRW

Die Detmolder Stadtgeschichte bietet immer wieder Anknüpfungspunkte für interessante Fragestellungen. Nun haben sich das Stadtarchiv und die Volkshochschule in Kooperation mit dem Lippischen Heimatbund und dem Naturwissenschaftlichen und Historischen Verein für das Land Lippe die annähernd 50 Jahre zurückliegende Kommunale Neugliederung als neues stadtgeschichtliches Projekt vorgenommen. Die Gebietsreform hat bis heute spürbare Veränderungen für die Stadt Detmold gebracht, die nun historisch aufgearbeitet werden sollen.

Die Bundesrepublik der 1960er Jahre erlebte einen ungeheuren Planungsboom, den auch die Stadt Detmold und ihr Umland zu spüren bekamen. Durch die Gebietsreform von 1970 wurden 25 Gemeinden mit der Stadt Detmold zusammengeschlossen. Es veränderte sich aber nicht nur der Zuschnitt des Stadtgebiets, die Struktur der Verwaltung und die Zusammensetzung des Stadtrates. Die Kontroversen um die kommunale Neugliederung haben auch das Selbstverständnis der Bürgerinnen und Bürger verändert und die Identität der einzelnen Ortsteile gestärkt.

Auftaktveranstaltung in der VHS

Zum Auftakt referiert am 8. Dezember 2016 Prof. Dr. Sabine Mecking, eine versierte Kennerin der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen, über die Spannungen zwischen den rational angelegten Planungsverfahren der Gebietsreform und dem emotionalen Bürgerwillen, der sich dagegen stellte. Sie berichtet über zahlreiche Proteste und Widerstände und fragt nach den Folgen der Reform.

Planungstreffen zum stadtgeschichtlichen Projekt "Detmold und die Kommunale Neugliederung"

Das neue stadtgeschichtliche Projekt bringt interessierte Bürgerinnen und Bürger mit "Experten" zusammen. In mehreren Planungstreffen werden Themen rund um die Kommunale Neugliederung bearbeitet und erforscht. Ziel ist es, über die Darstellung der reinen Fakten hinaus Aufschlüsse über die Wahrnehmungen, Widerstände und Langzeitwirkungen der Neugliederung zu erhalten.

Auftaktveranstaltung: 8.12.2016, 19 Uhr, VHS Detmold, Krumme Straße

 

Kontakt:

Stadtarchivarin Dr. Bärbel Sunderbrink, Telefon: 05231-766110

Altbürgermeister Friedrich Brakemeier, Telefon: 05231-59920.

Ihre Ansprechperson

Frau Dr. Bärbel Sunderbrink

Stadtarchiv
  baerbel.sunderbrinkDIES-DURCH-@-ERSETZENlav.nrw.de
  05231 766 110
  Adresse